Frauenspuren: Die Geschichte der Frauen Dornbirns
Die Geschichtsschreibung Dornbirns im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird meist aus einer patriarchalen Perspektive erzählt. Doch die Frauen dieser Zeit spielten eine ebenso wichtige Rolle, die lange Zeit kaum Beachtung fand. Mit dem Buch „Frauenspuren“ wird nun ein neues Kapitel aufgeschlagen, das die Leistungen, Schicksale und den Beitrag der Dornbirner Frauen in den Mittelpunkt stellt.
„Frauenspuren“ ist die 54. Ausgabe der Dornbirner Schriften und widmet sich erstmals umfassend und nach wissenschaftlichen Kriterien der Frauengeschichte Dornbirns. Das Buch zeigt, wie Frauen trotz gesellschaftlicher und gesetzlicher Hürden als Akademikerinnen, Unternehmerinnen, Arbeiterinnen, Erfinderinnen und Künstlerinnen aktiv waren und ihre Spuren hinterließen. Es ist eine Geschichtsschreibung gegen das Vergessen und Verdrängen – ein wichtiger Beitrag, um das historische Selbstbewusstsein der Frauen in Dornbirn zu stärken.
Über die Autorin und ihre Motivationen
Roswitha Fessler, die Autorin, studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck und absolvierte zudem einen Akademischen Lehrgang für Ethik. Sie war viele Jahre Professorin für Deutsch, Geschichte und Ethik an der HTL Dornbirn. Seit ihrem Ruhestand im Jahr 2013 engagiert sie sich aktiv im Bereich Frauengeschichte, unter anderem als Obfrau des Fördervereins Frauenmuseum Hittisau seit 2015. Mit ihrem Buch setzt sie die Vision um, Frauen eine eigene Geschichte zu geben – ganz im Sinne von Gerda Lerners Leitsatz: „Jede Frau verändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.“
Erfolgreiche Buchpräsentation im Raiffeisenforum
Die Buchvorstellung von „Frauenspuren“ fand am 3. März im Raiffeisenforum Friedrich Wilhelm statt und wurde von zahlreichen Interessierten besucht. Roswitha Fessler präsentierte ihr Werk und betonte die Bedeutung, die Frauengeschichte für das Verständnis der lokalen Geschichte hat. Die Veranstaltung war ein gelungener Auftakt, um die Geschichte der Dornbirner Frauen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.